Spielorte

Schloss Rheinsberg (Innenhof)
Das Schloss wurde 1566 auf den Resten der mittelalterlichen Burg im Renaissancestil erbaut. 1733 erwarb es Friedrich Wilhelm I.. Er schenkte es später seinem Sohn, Kronprinz Friedrich. In Rheinsberg verbrachte der junge Fritz von 1736 bis 1740 - wie er später schrieb - "die glücklichsten Jahre meines Lebens". 1737 vollendete Knobelsdorff, ein Freund Friedrichs, den Umbau des Schlosses. Zum Musizieren – der Kronprinz liebte bekanntermaßen das Flötenspiel – entstand der Spiegelsaal. Friedrich machte aus Schloss Rheinsberg einen Musenhof. Er traf sich hier mit Voltaire, Carl Philipp Emanuel Bach, den Brüdern Johann Gottlieb und Carl Heinrich Graun und Johann Joachim Quantz. 1744 schenkte er das Schloss seinem Bruder Prinz Heinrich. Der Prinz vollendete den Park, ließ das Heckentheater und das Schlosstheater erbauen. Das Schloss ist heute Museum und Sitz des Kurt Tucholsky Literaturmuseums. Im Hof finden Operngala und Aufführungen statt.

Opernabend im SchlosshofOpernabend im Schlosshof


Schloss Rheinsberg (Spiegelsaal)
In den Spiegelsaal des Schlosses lädt die Kammeroper zu Barockkonzerten ein.

Konzert im SpiegelsaalKonzert im Spiegelsaal


Heckentheater

Prinz Heinrich veranlasste 1758 den Bau eines Sommertheaters im Schlosspark. Unter Leitung des Barons von Reisewitz entstand das Heckentheater. Der Zuschauerraum ist eine 750 qm große Fläche, die zur Seite und nach hinten leicht ansteigt. Mit der Restaurierung im Frühjahr 1999 wurde das Areal korrigiert, so dass sich die Sicht auf die Bühne verbesserte. Die Platzkapazität erhöhte sich auf ca. 900. Die Kulissen der Bühne bestehen aus Buchenhecken.

Blick in das romantische HeckentheaterBlick in das romantische Heckentheater


Schlosstheater

1774 wurde auf Veranlassung von Prinz Heinrich unter Leitung des Hofintendanten Hennert an der Seeseite des Kavalierhauses das neue Schauspielhaus errichtet: 94 Fuß lang mit zwei Logen, die von gewundenen Säulen getragen wurden. Der Bühnenraum von etwa 15 mal 17 Metern, entsprach, wie auch die Bühnentechnik, damals modernsten Ansprüchen. Es gab ein festes Theaterprogramm: zweimal im Monat große Oper, so u.a. "Iphigenie in Aulis" von Gluck, Schauspiele, Komödien und Komische Opern. Nach dem Tod von Prinz Heinrich 1802 wurde das Theater nicht mehr bespielt und verkam zusehends. Es verfiel bis auf die vier Seitenwände.
Ende 1997 war die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau als Veranstaltungszentrum und am 30. Dezember 1999 wurde es durch die Kammeroper Schloss Rheinsberg mit der Uraufführung der Oper "Kronprinz Friedrich" von Siegfried Matthus wiedereröffnet (Musikalische Leitung: Rolf Reuter; Inszenierung: Götz Friedrich). Während sich das Gebäude äußerlich denkmalsgerecht ins Schlossensemble einfügt, schufen die Architekten im Innern ein modernes Theater. Bühne, Orchestergraben, Bestuhlung – alles ist variabel. Die alten Grundmauern, in denen sich hier und da auch ein Fachwerkbalken zeigt, leuchten hell getüncht. Fenster gestatten den Blick auf den Grienericksee. 300 Zuschauer finden im Saal Platz.

SchlosstheaterSchlosstheater


Siegfried-Matthus-Arena

Bei unsicherer Witterung verlegt die Kammeroper ihre Open-Air-Aufführungen in die Arena im Hafendorf Rheinsberg. Am 8.12.2007 wurde sie vom damaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs, Matthias Platzeck, eröffnet. Sie trägt seither den Namen des Gründers und Leiters der Kammeroper, Siegfried Matthus. Herbert Harm aus Waren (Müritz) ist der Architekt der Arena, die u.a. über einen Saal mit 1000 Plätzen verfügt. Für die Festivalzeit wird dieser Saal von der Technik-Crew der Kammeroper für den Theaterbetrieb eingerichtet. Dazu zählen der Aufbau der Bühne und der Zuschauertribüne sowie die Installation der Beleuchtungstechnik. Die Arena gehört heute zum Maritim Hafenhotel Rheinsberg, das Partner der Kammeroper ist. Empfangen werden die Besucher in einem 435 qm großen, ansprechenden Foyer, wo zu Ehren des Namensgebers die Plastik „Siegfried Matthus" der Berliner Künstlerin Christine Dewerny aufgestellt wurde.

 
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