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Spielorte

Bühne am Kavalierhaus

Die Kammeroper Schloss Rheinsberg erschließt in diesem Jahr einen weiteren Spielort vis-á-vis des Schlosses für das Internationale Festival junger Opernsänger. Drei Minuten fußläufig vom Schloss entfernt, entsteht am Kavalierhaus, ein Gebäude das Kronprinz Friedrich einst als Domestikenhaus bauen lies, eine neue Bühne.

Schlosshof

Der Innenhof vom Schloss Rheinsberg beeindruckt durch seine Ausrichtung mit Blick durch die stolz anmutenden Kolonnaden auf den See und den auf der gegenüberliegenden Seite emporragenden Obelisken. Das Beobachten atemberaubender Sonnenuntergänge ist hier keine Seltenheit. Mit Platz für bis zu knapp 800 BesucherInnen (Stuhlreihen) bietet der Schlosshof den idealen Rahmen für Opern- und Konzertabende, die in Erinnerung bleiben. Traditionell findet hier die Operngala, die offizielle Eröffnung des Kammeroper Festivals, statt.

Schlosstheater Rheinsberg

Schlosstheater

Nur wenige historische Messbilder aus dem Jahr 1935 lassen die Schönheit des Schlosstheaters Rheinsberg vor seiner Zerstörung erahnen. Bereits nach der Errichtung des »Komödienhauses« 1774 durch Prinz Heinrich von Preußen, Bruder des Preußischen Königs Friedrich II., der in Rheinsberg einen wahren Musenhof schuf, gab es in jenem Theater ein regelmäßiges und festes Kulturprogramm. Nachdem Heinrich 1802 starb verfiel das Schlosstheater bis auf seine Grundmauern und wurde erst 1999 nach seinem Wiederaufbau von der Kammeroper Schloss Rheinsberg und der Musikakademie Rheinsberg erneut mit kulturellem Leben gefüllt. Seither entwickelt sich das Schlosstheater zum gesellschaftlichen Zentrum einer kleinen Stadt und der ganzen Region und zieht als heutige, spartenunabhängige Aufführungsstätte der Musikkultur Rheinsberg gGmbH Publikum aus dem gesamten Bundesgebiet an. Während sich das Gebäude äußerlich denkmalsgerecht ins Schlossensemble einfügt, schufen die Architekten im Innern ein modernes Theater. Statt der gewundenen Säulen und der mit blau-weiß gemalten Blumengehängen ausgezierten Logen des 1774 erbauten »Schauspielhauses« des preußischen Prinzen Heinrich, erwartet den Besucher/die Besucherin heute ein klar strukturierter funktionaler Theatersaal in den historischen Außenmauern. Neu und alt heben sich voneinander ab und treten in Beziehung zueinander. Die umlaufende Galerie und moderne Veranstaltungstechnik prägen den Raum. Hubpodien ermöglichen eine variable Gestaltung des Saales von der klassischen Guckkastenbühne über den Ballsaal bis zu experimentellen Anordnungen und mit moderner Licht- und Tontechnik lassen sich auch große Produktionen auf die Bühne bringen. Bei großer Bestuhlung kann der Theatersaal bis zu 300 Plätzen umfassen!

Heckentheater

Heckentheater

Prinz Heinrich veranlasste 1758 den Bau eines Sommertheaters im Schlosspark. Unter Leitung des Barons von Reisewitz entstand das Heckentheater. Der Zuschauerraum ist eine 750 qm große Fläche, die zur Seite und nach hinten leicht ansteigt. Mit der Restaurierung im Frühjahr 1999 wurde das Areal korrigiert, so dass sich die Sicht auf die Bühne verbesserte. Die Platzkapazität erhöhte sich auf ca. 900. Die Kulissen der Bühne bestehen aus Buchenhecken.

Spiegelsaal Schloss Rheinsberg

Spiegelsaal

In den 2016 restaurierten Spiegelsaal des Schlosses lädt die Kammeroper zu Barockkonzerten ein. Der auch "Großer Saal" genannte, lichtdurchflutete und mit vergoldetem Stuckmamor ausgestattete Spiegelsaal ist ein Zeugnis für die Raumgestaltungskunst des frühen friderizianischen Rokokos. Das opulente Deckengemälde schuf der preußische Hofmaler Antoine Pesne. Bereits zu Zeiten des Kronprinzen Friedrich diente der Spiegelsaal als Konzertsaal. Noch heute lässt er die legendäre Festkultur des Rokoko erahnen. Der Spiegelsaal des Schlosses Rheinsberg ist somit ein herausragender Ort für stilvolle Kulturveranstaltungen.

Schloss Rheinsberg am Abend Singender See Seeufer

Ufer des Grienericksees

Eine ganz besondere Kulisse bietet das Ufer des Grienericksees. Von hier aus trägt der Wind die Musik über den See. Bei Abenddämmerung glitzert die untergehende Sonne über das Wasser, hinter dessen Ufergrenzen sich das Rheinsberger Schloss erhebt.

Siegfried-Matthus-Arena

Bei unsicherer Witterung verlegt die Kammeroper ihre Open-Air-Aufführungen in die Arena im Hafendorf Rheinsberg. Am 8.12.2007 wurde sie vom damaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs, Matthias Platzeck, eröffnet. Sie trägt seither den Namen des Gründers und Leiters der Kammeroper, Siegfried Matthus. Herbert Harm aus Waren (Müritz) ist der Architekt der Arena, die u. a. über einen Saal mit 1000 Plätzen verfügt. Für die Festivalzeit wird dieser Saal von der Technik-Crew der Kammeroper für den Theaterbetrieb eingerichtet. Dazu zählen der Aufbau der Bühne und der Zuschauertribüne sowie die Installation der Beleuchtungstechnik. Die Arena gehört heute zum Maritim Hafenhotel Rheinsberg, das Partner der Kammeroper ist. Empfangen werden die Besucher in einem 435 qm großen, ansprechenden Foyer, wo zu Ehren des Namensgebers die Plastik „Siegfried Matthus" der Berliner Künstlerin Christine Dewerny aufgestellt wurde.