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2025

Die Osterfestspiele Schloss Rheinsberg gingen 2025 in ihre fünfte Ausgabe: Vom 17. bis 21. April stand unter dem Motto „Der Traum von Arkadien“ die Idealisierung des Schäferlebens in Kunst und Musik im Fokus. Zum Auftakt erklang am Gründonnerstag in der St. Laurentius Kirche Carl Heinrich Grauns Passionsoratorium „Der Tod Jesu“ mit der Lautten Compagney Berlin unter Wolfgang Katschner. Im Zentrum des Programms stand die Neuproduktion von Mozarts Serenata „Der königliche Hirte“ („Il re pastore“) im Schlosstheater, inszeniert von André Bücker (Intendant des Staatstheaters Augsburg) mit der Kammerakademie Potsdam unter Florian Ludwig. Am Karsamstag folgte mit Goethes selten gespieltem Schäferspiel „Die Laune des Verliebten“ ein Schauspielabend, ehe das Matineekonzert „Der Traum von Arkadien“ am Ostermontag mit Instrumentalist*innen der Barenboim-Said Akademie den Festspielreigen beschloss.

Der Festivalsommer 2025 – das 34. Internationale Festival junger Opernsänger*innen – lief vom 3. Juli bis 7. September unter dem Motto „Glücklich ist, wer vergisst“ und markierte zugleich die letzte Saison von Prof. Georg Quander als Künstlerischem Leiter der Musikkultur Rheinsberg, der das Festival seit 2018 geprägt hatte. Der hauseigene Internationale Gesangswettbewerb verzeichnete mit 354 Bewerber*innen aus 46 Nationen einen Rekordwert.

Eröffnet wurde der Sommer am 3., 4. und 5. Juli mit der traditionellen Operngala im Schlosshof: Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt unter Azis Sadikovic begleitete Preisträger*innen aus aller Welt, moderiert von Tagesspiegel-Musikkritiker Frederik Hanssen. Ab dem 18. Juli kehrte „Der königliche Hirte“ für sechs weitere Vorstellungen ins Schlosstheater zurück – nun mit einer Ästhetik zwischen japanischer Anime-Kultur und barocker Überzeichnung. Das traditionsreiche Jazz-Fetz-Konzert mit der Big Band Big Brass sowie der Liederabend „Verlieben und Vergessen“ mit Carolin Masur rundeten den Julireigen ab.

Herzstück des Sommers war die Open-Air-Premiere von Johann Strauss‘ „Die Fledermaus“ am 2. August im Schlosshof, inszeniert von Georg Quander selbst: Anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten erklang das Werk in einer eigens von Christian van den Berg-Bremer geschaffenen Fassung für Salonorchester – inspiriert von Arnold Schönbergs Instrumentation des „Kaiserwalzers“. Es folgten die Meisterklasse „Schule des Belcanto“ mit Weltstar Vivica Genaux sowie ein Konzert des Bundesjazzorchesters. Den Abschluss bildete vom 5. bis 7. September das Double Feature der Bundesakademie für junges Musiktheater: Joseph Haydns „Il mondo della luna“ traf auf Lorenzo Romanos zeitgenössisches Werk „La Luna“ – in Rheinsberg erst die zweite Aufführung des 2022 in Hamburg uraufgeführten Stücks.

Zum 1. September 2025 übernahm der belgische Regisseur Dr. Jelle Dierickx die Künstlerische Leitung der Kammeroper Schloss Rheinsberg von Georg Quander.